
Dieses Werk ist Teil eines fortlaufenden Zyklus, der sich mit den ambivalenten Zuständen der heutigen Existenz beschäftigt.
Titel Liebe
Technik: Acryl auf Leinwand
Jahr: 2025
Format: Hochformat 18 × 24 Zoll
Farbraum: Erdtöne, Grün, Rot, Orange, Akzente in Schwarz und Kupfer
Stilistische Einordnung: Konkrete Malerei / Symbolisch-geometrische Abstraktion
„Liebe“ ist in drei Ebenen gegliedert und zeigt zwei Partner, deren Beziehung sich von unten nach oben entwickelt.
Liebe als romantische Entwicklung
In einer affirmativen Lesart werden Geometrie, Farbe und Struktur zu Trägern einer emotionalen Geschichte. Von vorsichtiger Annäherung über spannungsreiche Auseinandersetzung in der mittleren Zone bis zur reifen Verbundenheit sind die Formen Teil eines gemeinsamen Gefüges. Oben entsteht ein ruhiges Gleichgewicht: Nähe wirkt nun selbstverständlich.
Liebe als Konstruktion
Aus kritischer Perspektive macht die geometrische Ordnung sichtbar, dass selbst im Gleichgewicht keine Einheit entsteht. Die Formen berühren sich, überlagern sich teilweise, bleiben jedoch unterscheidbar. Das Werk betont damit, dass Beziehung immer zwei Leben umfasst. Liebe bedeutet hier nicht die Aufgabe des Selbst, sondern das dauerhafte Aushandeln von Nähe bei gleichzeitiger Wahrung der individuellen Identität.
Konklusion
Konklusion
Liebe zeigt Beziehung zwischen Gefühl und Struktur, romantischer Sehnsucht und alltäglicher Arbeit.
Der innere Konflikt liegt nicht im Entweder-Oder, sondern in ihrer gleichzeitigen Existenz.
