
Dieses Werk ist Teil eines fortlaufenden Zyklus, der sich mit den ambivalenten Zuständen der heutigen Existenz beschäftigt.
Titel Schöpfer
Technik: Acryl auf Leinwand
Jahr: 2025
Format: Hochformat 18 × 24 Zoll
Farbraum: Monochrome Grautöne, Schwarz, Weiß, kontrastiert durch leuchtendes Grün
Stilistische Einordnung: Geometrisch-konstruktivistische Porträtabstraktion mit Elementen des Kubismus und einer symbolischen Darstellung psychischer Prozesse
„Schöpfer“ zeigt ein zweigeteiltes menschliches Wesen in einer offenen Landschaft. Die linke Seite ist in eine grüne, ungeordnete Natur eingebettet, während die rechte Seite von klaren, grauen Baukörpern geprägt ist. Das Wesen bleibt ruhig und frontal — als vereine es beide Zustände zugleich.
Der Mensch als Schöpfer
In einer affirmativen Lesart würdigt das Werk die menschliche Fähigkeit, aus der Natur Ordnung zu schaffen. Die gebaute Welt erscheint als Weiterentwicklung des Ursprünglichen, die Schutz, Orientierung und Verantwortung ermöglicht. Das Künstliche ergänzt die Natur, ohne sie zu verdrängen.
Beanspruchte Umwelt
Aus kritischer Perspektive wird die gebaute Ordnung zum Zeichen zunehmender Aneignung. Offenheit weicht Verdichtung, Landschaft wird zur Bebauung. Der Eingriff geschieht schleichend: Natur tritt in den Hintergrund, während das Künstliche zur dominierenden Realität wird.
Konklusion
Das Werk entscheidet sich nicht zwischen diesen Lesarten. Es zeigt den Menschen zugleich als Teil der Natur und als ihren Gestalter – in einer Spannung, die als dauerhafte Bedingung menschlicher Existenz bestehen bleibt.
Das Werk folgt dem Prinzip der Integrität von Ambivalenz.
