WERKSEITE - Naturraum

Dieses Werk ist Teil eines fortlaufenden Zyklus, der sich mit den ambivalenten Zuständen der heutigen Existenz beschäftigt.

Titel Naturraum

Technik: Acryl auf Leinwand

Jahr: 2026

Format: Hochformat (24 x 30 Zoll)

Farbraum: Klar getrennte Farbflächen: links kühle Grün- und Schwarztöne, rechts Erdtöne mit warmen Rot-, Orange- und Violettbereichen.

Stilistische Einordnung: Geometrische Abstraktion mit konstruktivistischer Strenge, ergänzt durch ein zentrales haptisch-organisches Element.

„Naturraum” zeigt eine streng geometrische Komposition, geteilt durch eine schwarze Mittellinie in Natur- und Menschenraum. Organische, grüne Formen stehen konstruierten, kantigen Strukturen gegenüber. Ein zentrales Rundelement verbindet beide Sphären.

Naturraum
Positiv interpretiert spiegelt das Bild eine zeitgenössische Haltung gegenüber der Natur wider – die besonders in dicht bebauten städtischen Umgebungen sichtbar wird –, die sich zwischen wachsender Wertschätzung und aktiver Integration bewegt. Die Natur erscheint als ein tragendes System, das Leben ermöglicht. Das zentrale Element ähnelt einem Nest, einem Ort der Herkunft, der Nahrung und der Geborgenheit.

Kunstraum
Gleichzeitig geht diese Integration in eine Form der Kontrolle über. Die Natur wird geplant, reguliert und funktionalisiert. Die Trennlinie und die konstruierten Formen legen die Bedingungen fest, unter denen die Natur existieren darf. Alles, was Unannehmlichkeiten verursacht, wird verbannt.

Konklusion
„Naturraum“ bewegt sich zwischen Wertschätzung und Kontrolle und stellt den Menschen sowohl als Teil der Natur dar – als auch als Akteur, der sie gestaltet und begrenzt, was charakteristisch ist für die Integrität von Ambivalenz.

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